Das Schloss

Das Schloss, 1771 vollendet, wurde als Dreiflügelanlage mit einem zweistöckigen, durch die Architektur hervortretenden Hauptgebäude und zwei ebenerdigen Flügelgebäuden ausgeführt. In der Gestaltung der Gebäudefassaden ist der Übergang vom Spätbarock zum Klassizismus erkennbar.

Von dem etwa 15 m über der Ebene des Alt-Flusses liegenden Schloss bot sich dem Betrachter ein weiter Ausblick in den Park und die Ebene der Flussaue. Der Garten schien sich damit, eine Grundidee des Barock, optisch unendlich weit in die Landschaft auszudehnen.

Das Schloss enthielt eine große Anzahl von Wohn-, Wirtschaftsräumen und Gästezimmern. Im ersten Stock befand sich ein großer Saal, dessen Wände von dem österreichischen Maler Anton Steinwald mit Motiven aus der Umgebung Frecks verziert wurden. Im Schloss gab es damals eine umfangreiche Bildergalerie mit 212 Gemälden und 129 Kupferstichen.

Durch die spätere Nutzung als Sanatorium wurden zahlreiche, nicht denkmalgerechte bauliche Eingriffe vorgenommen. Heute steht das Schloss bis auf einige Arztpraxen leer.