Der Park

Der Park zur Zeit Brukenthals (1757-1803)
Die Sommerresidenz ist eine spätbarocke Gartenanlage mit Elementen des englischen Landschaftsgartens. Aufgrund ihrer einzigartigen Lage am Fuße der Südkarpaten, am steilen Ufer des  Altflußes und aufgrund ihrer reichen Gartenkultur war sie bereits im 18. Jahrhundert als "Gesundbrunnen" und das "Siebenbürgische Eden" über die Landesgrenzen  hinaus bekannt.
Der 8,3 ha große Park diente nicht nur dem barocken Lustgewinn sondern wurde von Brukenthal auch als landwirtschaftliches Mustergut verstanden, in dem er Wein, Obst und Gemüse kultivierte. Es war Brukenthals Ziel, dass sich das Anwesen aus seinen eigenen Erträgen erhält.
Kulturhistorisch besonders interessant ist die Reflexion der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen dieser Zeit, die sich auch in dem Gestaltungswillen Brukenthals ausdrückt. So besteht die Sommerresidenz aus barocken Gartenteilen, wie auch aus Elementen des Englischen Gartens.
Der strenge, formale Barockgarten gilt als Symbol für Hierarchie und Despotismus. Dem gegenüber steht der natürlich gestaltete englische Gartentypus als Metapher der Aufklärung und des rousseauschen “Zurück zur Natur”. Der englische Landschaftsgarten wurde damals zum Ausdruck einer neuen politischen und philosophischen Strömung.