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Samuel von Brukenthal

 

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Biographie Samuel von Brukenthals

1721
in Leschkirch, Siebenbürgen (Transsylvanien) geboren. Sein Vater wurde wegen heroischer Kaisertreue im Kuruzenkrieg 1705 von Karl V. in den Adel erhoben und hielt ein Amt als Königsrichter wie seine Familie auch Landwirtschaft betrieb; seine Mutter entstammte dem sächsischen Kleinadel.

1743
begann Brukenthal nach seiner Schulbildung in Klausenburg und Hermannstadt ein Studium der Rechtswissenschaft in Halle und Jena. Dort besuchte er auch Vorlesungen der Politikwissenschaft, Geschichte, Theologie und Philosophie, die ihm wohl den Geist der Aufklärung eröffnete, deren Verfechter er Zeit seines Lebens war. Dementsprechend unterhielt er auch tiefgehende Beziehungen zu den Freimaurern, deren Ziel hieß, sich durch geistiges, ethisches und moralisches Wachstum zum humanitär tätigen Menschen zu entwickeln. Die ersten Kunstsammlungen stammen ebenfalls aus dieser Zeit.

1745
heiratete Brukenthal die Tochter des Hermanstädter Bürgermeisters Klockner und wurde von diesem zum Hermannstädter Bürger ernannt. Damit begann seine Karriere als Politiker, zunächst als Gerichtssekretär. Dienstreisen führten ihn regelmäßig nach Wien.

1749
kam die einzige Tochter, Sophia, zur Welt, die jedoch im Alter von vier Jahren wieder starb.

1753
erhielt Samuel von Brukenthal bei einer persönlichen Audienz das Vertrauen der Kaiserin Maria Theresia, das sich im Laufe seiner weiteren Karriere immer mehr vertiefte (obwohl Brukenthal Protestant war), Zunächst wurde er Provinzkanzler, den Maria Theresia in Wien stationierte.

1760
ließ Brukenthal vom westlichen Barock inspiriert in Freck (nahe Hermannstadt) seine Sommerresidenz errichten.

1762
wurde Brukenthal zum Freiherrn erhoben, 1765 zum St Stephanus Ordensritter, 1777 schließlich zum Gouverneur von Siebenbürgen (als Protestant zur Gegen-Reformation). Friedrich Teutsch schrieb über Brukenthals Politik:
"[...] die Sorge, den Hörigen ihre Lasten zu erleichtern, die ausgebreitete Arbeit, die Brukenthal durch sein ganzes Leben begleitet hat, Handel und Gewerbe zu heben." Beispielsweise führte er eine Steuerreform durch, nach der erstmals Besitz und Einkommen versteuert werden sollten. Zudem darf erwähnt werden, dass Brukenthal der größte Förderer des rumänischen Bauernsohnes Gheorge Lazar war, dem späteren Begründer des Volksschulwesens Altrumäniens.

1779
ließ Brukenthal die Stadtresidenz in Hermannstadt zu dem Barockpalais ausbauen, das später nach seinem Testament in ein Museum überführt wurde, das seine große Kunstsammlung der Allgemeinheit zur Verfügung stellte und noch immer stellt. (Link)

1782
starb seine Frau Sophie Katharina geborene Klockner.

1787
wurde er von Joseph II. feierlich entlassen und konzentrierte sich 66-jährig auf seine Kunstsammlung, seine Tätigkeit als Forscher und auf Wohltätigkeitsarbeit.

1802
schrieb Brukenthal sein Testament, demnach sein Nachlass zum größten Teil dem Dienst der Allgemeinheit unterstellt werden sollte.

1803
starb Samuel von Brukenthal und wurde feierlich in der evangelischen Kirche in Hermannstadt begraben.